Unsere heimischenund die jährlichen Gäste

Allgemeines:  Die Schwärmer sind unsere grössten Falter. Typisch für alle Schwärmer sind die aerodynamischen, langen Vorderflügel und die extrem kräftigen Körper. Ausgeprägt sind auch die Nachtaugen und Saugrüssel. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmetterlingen können die Schwärmer als Zugfalter bis 2 Jahre alt werden und mehrere Generationen zeugen. Einheimische Falter überleben aber den Winter nie. Die Schwärmer besitzen auch den Dauer-und Langstreckenrekord der Insekten, können sie doch von Nordafrika bis Skandinavien (rund 6000km) innert 2-3Mt durchfliegen. Dies mit Spitzengeschwindigkeiten bis 60km/h und 3000Metern Höhe! Die Raupen fallen auf durch die enorme Grösse von 12-14cm und teilweise farbenfroher Zeichnung. Allen gemeinsam ist eine kahle Haut, mit markierten, teilw. farbumrandeten Stigmen (Atmungsöffnungen an der Seite). Ebenfalls ein Markenzeichen ist das Afterhorn, welches teilw. sehr markant ausfällt, bei einigen Arten aber nur noch rudimentär vorhanden ist.

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porcel.jpg (14653 Byte)  Porcellu.jpg (36553 Byte)  Porcelus.jpg (14849 Byte)     Egg_porc.jpg (10477 Byte)  R_porcg.jpg (47059 Byte)  R_porcel.jpg (20803 Byte)    P_porcel.jpg (19661 Byte)

deilephila porcellus/ kleiner Weinschwärmer Das Kleinod mit wunderschöner Farbzeichnung fliegt von Mai bis teilw. Oktober (2 Generationen) in Flussebenen, Auen und Täler. Spannweite bis 5.5cm. Bevorzugt den Abendflug, fliegt aber auch gerne an warmen Tagen und schwirrt dann über Blüten und saugt Nektar. Kommt bis zum Polarkreis und bis auf 1800MüM vor! Der Kleine von deilephila ist etwas seltener als elphenor, kommt z.B. im hinteren Rheintal jedoch noch recht häufig vor. Die Raupen, von grün bis fast schwarz, fressen Weideröschen/Labkraut, lieben aber auch Fuchsia ums Haus (können mit elphenor verwechselt werden). Die Puppe überwintert unter der Erde od. Laub. 


elfe.jpg (23710 Byte)  Den mittleren Weinschwärmer (deilephila elphenor) siehst Du unter 


gallii.jpg (25601 Byte)  Galli.jpg (15675 Byte)  gali.jpg (24259 Byte)  Egg_hyle.jpg (40761 Byte)  R_labkra.jpg (15601 Byte)  R_galli.jpg (16501 Byte)  galli_2.jpg (64703 Byte)  R_lneata.jpg (49083 Byte)  P_frish.jpg (40346 Byte)  p_gall3p.jpg (16556 Byte)

celerio galli/ Labkrautschwärmer Er ist nicht unbedingt häufig, aber von Italien bis zum Polarkreis anzutreffen. Im Sommer meist im Voralpenraum in Matten, sogar tagsüber, zu beobachten. Die Weibchen werden mit 8-9cm Spannweite deutlich grösser als die Männchen. In warmen Jahren fliegen die Tiere in 2 Generationen (sogar drei sind möglich) bis anfangs Oktober. Die Raupe lebt von Juli bis Oktober bevorzugt an Labkraut. Frisst aber auch Weideröschen und kann in dichten Futterbeständen sogar in grossen Stückzahlen auftreten. Im Lebenszyklus gehen die Farben von grün bis schwarz, immer zeigen sich jedoch die sehr kräftigen, grossen Fleckenaugen. Wie bei allen celerio überwintert die Puppe in der Erde. Feuchte und kalte Winter führen jedoch zu einem Massensterben der Puppen.


Hypofa.jpg (29762 Byte)  hippo.jpg (31109 Byte)  Hypofaes.jpg (55095 Byte)  hypof.jpg (25054 Byte)  R_hipo.jpg (29932 Byte)  R_hypo.jpg (45904 Byte)    R_hippop.jpg (31641 Byte)  P_hypo.jpg (32151 Byte)  

celerio hippophaes/ Sanddornschwärmer selten bis sehr selten bei uns anzutreffen. Es ist möglich, dass dieses Tier als gefährdet eingestuft werden muss, auch im Lebensraum Südosten. Nachweise aus den letzten Jahren stammen alles aus dem Wallis. Die Art ist eng Verwandt mit vespertilio und nicht selten sind Kreuzungen unter diesen Arten. Die Eier werden teilw. an Steine unter den Pflanzen geklebt (ein Unikum bei der Eiablage). Die Raupe frisst ausschliesslich Sanddorn und liebt ausgiebige Sonnenbäder. Ist im Kleid keine typische Schwärmerraupe, dass grosse, farbige Horn ist aber einmalig. Bevorzugt in Steinbrüchen und Schutthalden, bis ende August. Die Puppen überwintern, jedoch nicht immer, laut alten Angaben dann aber bis zu zweimal. Ob sie unseren Winter überleben ist nicht sicher. geschützt 


Vesper.jpg (26691 Byte)  vesper2.jpg (42311 Byte)  Vesperti.jpg (17967 Byte)    R_jvesp.jpg (14979 Byte)    R_veper.jpg (27049 Byte)  R_vesper.jpg (18284 Byte)  R_vesp.jpg (31338 Byte)  P_vesp1.jpg (39789 Byte)

 celerio verspertilio/ Fledermausschwärmer Dieser Schwärmer mit beinahe aschefarbenen 3-4cm Vorderflügel ist vermutlich rel. selten. In den Südalpen bis Niederösterreich eher zuhause, hat nur im Elsass, selten im Jura feste Populationen. Die eher unscheinbaren Schwärmer fliegen von ende April bis Juli (in warmen Jahren eine 2.Generation in September). In warmen Südtäler bis 1800MüM. Die Raupen sind in der Futterwahl nicht sehr wählerisch und an idealen Futterlagen kann es richtige Raupennester geben. Nachzügler sind bis ende Oktober zu finden, insbesondere da sie Sonnenbäder lieben! Die Puppen überwintern, teilweise bis 2x und werden früh im Jahr aktiv.


pfauen.jpg (25186 Byte)  Occellat.jpg (16423 Byte)  abendpf.jpg (43912 Byte)    Egg_osc.jpg (10824 Byte)  r_smer0.jpg (46066 Byte)  R_ocelat.jpg (14579 Byte)  R_oscel.jpg (44382 Byte)    P_ocelat.jpg (16356 Byte)

smerintus ocellata/ Abendpfauenauge Ein Name wie aus 1001Nacht! Ist weitverbreitet und in Obstanlagen sogar fast ein Kulturfolger. Kommt in ganz Europa bis weit in den Norden, inkl. den englischen Inseln vor. Dennoch sehen wenige Menschen das Abendpfauenauge, da es nur in der Nacht fliegt. In warmen Jahren mit 2 Generationen fliegt der Falter von Mai bis Oktober, wie bei allen Schwärmer sterben die Tiere aber spätestens nach den ersten kalten Herbstnächten. Die Spannweite beträgt bis 9cm und als Besonderheit kann die Gattung mit Schreckaugen auf den Hinterflügeln aufwarten. Die Raupen leben von Juli bis (teilw. 2 Generationen) Oktober an Weiden, Pappeln usw. An Fundorten sind teilw. grössere Mengen zu finden. Überwintert im/am Boden in schütterem Cocon nach einer längeren Such- und Wanderphase. Der Falter fliegt dann wieder ab Mai.


hermaris.jpg (30574 Byte)  Humme.jpg (32895 Byte)  Fuciform.jpg (32034 Byte)    R_hemaris.jpg (32218 Byte)  R_fuci.jpg (12819 Byte)  R_fuc.jpg (12099 Byte)  P_herma.jpg (32269 Byte)

Tituss.jpg (12233 Byte)  croat.jpg (12033 Byte)  R_Skabios.jpg (23295 Byte)  R_titus2.jpg (23744 Byte)  R_titus.jpg (16670 Byte)  R_hf.jpg (12867 Byte)  P_Macro.jpg (25528 Byte)

hemaris fuciformis/ Hummelschwärmer und hemaris titus/ Skabiosenschwärmer Die Geschwister sind eigentlich Falter des südl. Europa, kommen jedoch bis Japan vor. Die kleinen Falter mit einer Spannweite von 4-5cm zeigen die typischen, schuppenlosen Vorderflügel dieser Gattung. Der Einflug erfolgt ab Juni und ist sehr von der Witterung abhängig. In warmen Sommern kann fuciformis sehr häufig sein, teilw. dann 2 Generationen. Gegen Norden ist titus eher seltener. Fliegt gerne an sonnigen Plätzen aber auch im Bergland und lichtdurchfluteten Wäldern. Beim Nektar trinken sind diese Minischwärmer mit Hummeln zu verwechseln. Sogar den Rückwärtsflug beherrschen sie! Die Raupen sind bevorzugt an Schneebeeren, Skabiose und Geissblatt. Sind jedoch auch mit anderen Bodenkrautarten zufrieden. Die Raupen sind teilw. sehr variabel, haben aber als Besonderheit immer eine deutliche Fusslinie. Die Puppe überlebt in milde Winter stirbt aber in feuchten/kalten ab.


pinas.jpg (20323 Byte)  Pinastri.jpg (15042 Byte)  Pinast1.jpg (54857 Byte)  Pin_egg.jpg (14254 Byte)  rs_pinas.jpg (50234 Byte)  R_kiefer.jpg (51147 Byte)  R_pind.jpg (14866 Byte)    R_pinstr.jpg (20338 Byte)    pinas21.jpg (27981 Byte)  P_pinast.jpg (20253 Byte) 

hyloicus pinastri/ Kiefernschwärmer auch Tannenpfeil genannt. Häufiger Schwärmer (bis 5cm lange Vorderflügel)  der Nadelwälder und somit beinahe als Kulturfolger zu betrachten. Kommt in ganz Europa bis Russland vor und war zu früheren Zeiten schon als Schädling aufgetaucht. Sobald die Dämmerung hereinbricht wird der Falter aktiv. Tagsüber schmiegt er sich eng an Stämme von Koniferen und ist beinahe unsichtbar. Der Flug ist sehr stürmisch und auch zur Nahrungsaufnahme wird nicht angehalten (Kolibriflug). Die sehr bunt gezeichnete Raupe (bis 12cm) lebt von Juli bis September an den Baumspitzen von Kiefern und seltener Fichten. Als Ausnahme der Schwärmer fressen sie Nadeln! Nach Stürmen oder kurz vor dem Verpuppen kann man sie an unteren Ästen finden. Die Puppe überwintert in der Erde und der Falter schlüpft dann im Mai/Juni. Dürfte wohl einer unserer häufigsten Schwärmerart sein und kommt heute sogar in Städten (Park) häufig vor.


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laotoe (amorpha) populi/ Pappelschwärmer Wohl der häufigste Schwärmer und in allen Biotopen vorhanden. Die nördliche Grenze bildet etwa der Polarkreis. In Abständen gibt es Gradationsjahre mit enormen Vorkommen. Fliegt bereits ab April bis 2 Generationen, bevorzugt in Auwälder, Täler und Parkanlagen. Scheint lichte Mischwälder zu bevorzugen. Da er nur nachtaktiv ist, scheint er seltener als er wirklich ist. Populi hat eine ausgesprochen grosse Flügelfläche (Länge bis 4cm) und kann in den Farben von grau bis hellbraun vorkommen. Ebenfalls zeigen Beobachtungen eine starke Orts- Gebundenheit. Die Raupen findet man ab Juni bis in den Oktober hinein, an allen möglichen Laubbäumen (Weide, Espe, Pappel). Sie werden sehr dick und schwer. Manchmal entdeckt man sie nur, weil ein Blatt oder kleiner Ast unter dem Gewicht weit nach unten durchhängt. Die Puppe überwintert im Boden in einem, wie für Schwärmer üblichen, lockeren Cocon.


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mimas tiliae/ Lindenschwärmer Ein recht häufiges Tier, Vorkommen bis nach Skandinavien. Liebt grosse, alte Linden, offene Wälder, kommt aber auch in Parkanlagen vor. Fliegt die ganze Nacht durch, kommt auch gerne ans Licht. Der Falter hat keinen Rüssel für Nahrungsaufnahme und lebt daher nur kurz. Die schlanken, elegant gewellten und bis zu 4cm langen Flügel sind Kunstwerke der Natur! Der Falter besticht durch viele Variationen von grün bis braun und bis grau. Das Raupenstadium ist relativ kurz von Juli bis August, an Linden und Birke. Seltener auch an Eiche, Erle und anderen Laubbäumen. An alten grossen Linden können sich feste Populationen über Jahre halten. Die Puppe überwintert in Erdhöhle, ist jedoch im Gegensatz zu anderen Falter unwählerisch; im Notfall tut es ein Ritz in der Baumrinde. Falterflug in warmen Jahren zeitig ab April, sonst ab Mai.


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proserpinus proserpina/ Nachtkerzenschwärmer Ein kleiner, wunderschöner Schwärmer der sehr flugfähig ist und durch fast helikopterartige Bewegungen auffällt (kann rückwärts fliegen und stehen wie ein Kolibri!). Der einheimische Falter fliegt ab Mai bis Juli, ist aber selten und nur lokal verbreitet. Falterbeobachtungen sind bedingt durch Seltenheit, Flugart und Grösse (5cm) kaum vorhanden! Nach div. Aushebungen evtl. sogar gefährdet, nördlich der Alpen nur noch eine Population im Glattal +evtl. Randen. Bevorzugt sonnige Hänge, Schonungen und lichte Wälder. Die Raupen sind an Nachtkerze od. Weiderich nachtaktiv und sehr schwer zu finden. Die Tiere sind nicht schwärmertypisch, schlicht gezeichnet und ohne Horn. Die Puppe überwintert am/unter Boden.  geschützt


Ligustri.jpg (25536 Byte)  Ligus.jpg (11988 Byte)  Ligustr.jpg (23083 Byte)  R_ligu3.jpg (24514 Byte)  R_orle.jpg (26841 Byte)  Sphinx6.jpg (56303 Byte)  R_ligust.jpg (14899 Byte)  P_ligust.jpg (17626 Byte)

sphinx ligustri/ Ligusterschwärmer Der grosse Brummer kann bis 14cm Spannweite aufweisen und die Raupe wird zu einer 12cm Mini-Zigarre! Ist in vielen Biotopen zu Hause, bevorzugt aber Auen und Brachen. Das Verbreitungsgebiet ist ganz Europa bis zum 62.Breitengrad. Ist aber nirgends häufig. Neueste Aushebungen zeigen sogar einen Rückgang der Spezies? Der Falter fliegt Mai bis Juli und saugt abends gerne an grossen Blüten (Schwirrflug). Die Raupen findet man, teilweise recht häufig an Ligusterstauden. Von Juni bis September fressen sich die Raupen teilweise in kleinen Gruppen durch das Gebüsch, oft verrät sie dann ein, durch das Gewicht, durchhängender Ast oder die grossen Kotballen unterhalb! Die ebenfalls grosse Puppe, mit einer ausgeprägten Rüsselscheide, überwintert in einer Erdhöhle.


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erich streit 4410 LIESTAL 1.9.2016