DIE HERSTELLER , KONSTRUKTEURE 

UND PROJEKTE

Von 1938 bis zu den letzten Kriegstagen konstruierten und planten die Deutschen Flugzeugwerke immer modernere Flugzeuge. Ein technische Know how mit einem Wissensvorsprung von Jahren, wenn nicht Jahrzehnten wurde in Plänen und im Windkanal erarbeitet. Die Revolution der Flugzeuggeschichte spielte sich unabhängig vom Kriegsgeschehen ab. Viele Projekte konnten aber aus Rohstoffmangel und fehlenden Produktionskapazitäten nie realisiert werden. Das unerschöpfliche Reservoir an Plänen und Daten wurde nach Kriegsende von den Siegern aufgeteilt. Die Revolution begann zu fliegen > mit der 2. Generation der Düsenflugzeuge.

 

           ARADO   BLOHM&VOSS      DORNIER  
FOCKE-WULF      HEINKEL    HENSCHEL  
         HORTEN      JUNKERS MESSERSCHMITT
     

 

überarbeitet 1.2016

 

und andere / and the others:

Hinweis:  bei Click auf unterstrichene Projekttypen siehst Du das passende Bild ( click on Proj-Nr.) 


BMW

Eher als Triebwerklieferant°° bekannt, zeichnete das Team um Dipl. Ing. Huber einige interessante Entwürfe.

Im Bomberprojekt I wurde der Antrieb, für eine optimale Betriebssicherheit, auf 6 Turbinen mit je 800kp Schub verteilt. Das Bomberprojekt II welches als Nurflügler mit Bugverglasung geplant war. Auch ein ferngesteuerter Abwehrturm im Heck wurde bereits eingeplant. Ein Höhenruder besass das Model nicht, lediglich spezielle Klappen  am Flügel.  und Für die 1000x3 Ausschreibung** gab BMW auch ein Projekt  Schnellbomber I mit Mischantrieb ab. Die im Rumpf untergebrachten BMW Luftstrahlturbinen hätten eine Leistung von je 3450kp Schub erbracht. Die Treibstoffkapazität wurde auf 35'000Liter erhöht, die Berechnungen hätten eine max. Geschwindigkeit von rund 850km/h erlaubt. Eher eigenartig zeigt sich der letzte Schnellbomber II im Konzept.                

Sehr modern erscheint das Strahljäger-Projekt welches mit vier Grundmuster durchgerechnet wurde. keines der Projekte kam jedoch über das Zeichnungsstadium hinaus. Projekt I; Direkte Anlehnung an die He162, aber mit versenktem Triebwerk. Projekt II; Treibwerk unterbau im Rumpf. Dito Projekt IV.  Projekt III als TL-Jäger mit offenem Doppelleitwerk.

 

°° In kleinen Stückzahlen lieferte BMW in den 40er Jahren bereits Strahlturbinen (z.B. 109-003 mit 800kp Schub) an die deutsche Flugzeugindustrie. 1943 Stand bei BMW das Strahtriebwerk 109-018 mit 3450kp Schub in der Entwicklungsphase! Unter der Bezeichnung 003 baute BMW Luftstrahltriebwerke in beachtlichen Stückzahlen ( z.B. für Me262 / Arado 234) // Heinkel als zweiter Triebwerkhersteller hatte wohl bereits eine grosse Erfahrung, konnte jedoch nie in den nötigen Stückzahlen liefern. Mit den Triebwerken S 010 und 011 mit 1300kp Schub wurden jedoch erfolgreiche Flüge und sogar Einsätze durchgeführt.

 

** Das geheime Ausschreibungsprojekt 1000x1000x1000 von 1944: Der Bomber musste die Forderung von 1000km Distanz mit einer 1000kg Bombe mit 1000km/h erfüllen. Mit diesen Modellen erhoffte das Reichsluftfahrt-Ministerium ein Flugzeug zu konstruieren, dass zuerst über ganz Europa und dann für Amerika eingesetzt werden konnte. Es war Hitlers letzter Versuch seinen Traum von schnellen, hypermodernen Strahlbombern zu erfüllen!


Daimler 

PROJEKT   Man stelle sich ein hochbeiniges, 54m breites Flugzeug mit 6-8 Motoren od. Triebwerken vor. Darunter werden in Aufhängvorrichtungen je ein Bomber oder mehrere Jabos aufgehängt welche sich am Kampfziel selbständig machen. Die Reichweite eines solchen Gespannes hätte problemlos die USA erreicht! Um sich die Dimensionen vorstellen zu können: Spannweite 95Meter, Motoren je 6 DB603 oder 6 He 021. Dazu max. 6 Parasitflieger, zusammen in allem rund 30Tonnen Bombenlast! Passend zu dieser Studie wurden div. Schnellbomber, Jabos und ferngelenkte Raketen entworfen.

     


Gotha 

Ein kleines Entwicklerbüro welches durch ein paar unorthodoxe Entwürfe auffiel, im Luftwaffensektor jedoch keine Bedeutung erlangte. Als Weiterentwicklung des Horten IX erstellte Gotha div. Studien unter der Bezeichnung P.60. Mit 1-2 Mann Besatzung wurden ausserordentlich aerodynamische Deltaflügler mit Geschwindigkeiten bis an die Schallmauer berechnet. Drei Muster  A- B -C wurden gezeichnet, jedoch nie realisiert.

 


LIPPISCH

Lippisch hatte seine ersten Erfahrungen im Segelflugbereich unter anderem als Leiter des Konstruktionsbüros der Rhön-Rossitten-Gesellschaft (RRG) gesammelt und sich dort auf die Entwicklung schwanzloser Flugzeuge spezialisiert. Eins der von ihm betreuten Projekte bei der RRG war der „Delta IV“-Flugzeugtyp, der 1935 als Versuchsflugzeug DFS 39 abhob. Schon 1928 entwarf Lippisch aufbauend auf seinen Erfahrungen einen raketengetriebenen Einsitzer mit Deltaflügeln für die Rolle eines Jagdflugzeuges. Für die Serienfertigung dieses Raketenjägers wurde Lippischs Konstruktionsbüro an die Messerschmitt-Werke angegliedert, die seinen Entwurf als Messerschmitt Me 163 produzierten. (Gebohren 2. November 1894 in München; † 11. Februar 1976 in Cedar Rapids, Iowa

 Mit DFS konstruierte er erfolgreiche Prototypen (DFS194) die 1939 bei Messerschmitt im Bau der Me163 endeten. Auch bei Messerschmitt entstanden die Me329 mit Druckpropeller-Motoren und die P.13 mit Twin-Motoren. Während dieser Zeit entstanden auch die besonderen Projekte der P.08/Me08, einem Nurflügeltransporter mit 50m Spannweite, und der Me 263 (später Ju248) einer verbesserten Me163. Diese Serie endete mit der P.10. Ein Topentwurf war Anschliessend widmete sich A. Lippisch weiteren Forschungen mit Deltaflügeln, die zu vielen Entwürfen ohne Folgen führte, resp. Weiterentwicklungen der  Me163/263 darstellten. Mehr Aufmerksamkeit erhielt1943 das Projekt  P.11als Schnellbomber mit 2x Jumo004 Triebwerken in div. Varianten (2.Variante  u. 3.Variante ). Mit der P.13 entstand dann die Zukunftsbasis der Hochleistungs-Deltaflügel. Der fertige Segler-Prototyp ging an die USA. Die P.15 war eine schöne Weiterentwicklung der Me163, mit notabene stabileren Flugeigenschaften. Auf dieser Grundbasis projektierte Lip. viele Varianten, keine davon wurde je realisiert. Später tauchten auch noch weiterführende Pläne auf, welche ebenfalls in der USA (Northrop Nurflügel) verwertet wurden.

3seiten Pläne:  P.11 und P.13                                                                                                                                       

 


 

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Quizfrage von Seite Vergleiche, Antwort:   Nein, da irrt der Leser; Die Vampire wurde bereits 1944 entwickelt und flog noch in den letzten Kriegstagen.   Northrop USA war Horten in der Entwicklung voraus. Bereits um 1930 wurden die ersten Nurflügler gebaut. Ab 1940 folgten weitere Typen.  

 

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erich streit 4410 Liestal 9.1.2016